Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr sind Folge der schwarz-gelben Kürzungen

Schon wieder höhere Fahrpreise im Nahverkehr.

Im Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes und des Verkehrsverbundes Mittelsachen sind zum heutigen 1. August die Fahrpreise erhöht worden.

„Die Fahrpreiserhöhungen sind nicht vom Himmel gefallen. Sie sind die direkte Folge der schwarzgelben Kürzungen im öffentlichen Nahverkehr“, erklärt Sachsens SPD-Generalsekretär Dirk Panter dazu. In den vergangenen fünf Jahren habe die Koalition aus CDU und FDP dem öffentlichen Nahverkehr mehr als 132 Millionen Euro gestrichen. „Und das völlig ohne Grund“, so Panter. „Denn Sachsen erhält jährlich mehr als 500 Millionen Euro vom Bund für die Finanzierung des Nahverkehrs. Mittlerweile kommen dort aber nur noch knapp 70% der Mittel an. Damit ist Sachsen im bundesweiten Vergleich der Flächenländer Schlusslicht. Vor allem die ländlichen Regionen sind von diesen Kürzungen am stärksten betroffen. "Gleichzeitig seien die Kosten für den Betrieb, vor allem für Energie, in den letzten Jahren stark angestiegen. „Die Kommunen und Landkreise, die für die Bestellung von Bussen und Bahnen zuständig sind, können diese Mehrkosten nicht übernehmen. Die Folge: Die Verbraucher werden zur Kasse gebeten und es kommt zu jährlichen Fahrpreiserhöhungen.

„Für die SPD bleibt der Öffentliche Personennahverkehr eine grundlegende Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge, für dessen Finanzierung auskömmliche Mittel bereitgestellt werden müssen. Die schwarz-gelben Kürzungen müssen zurückgenommen werden. Wir wollen, dass die Menschen in Sachsen auch ohne eigenes Auto mobil sein können. Gerade Kinder, Jugendliche, aber auch ältere Menschen sind auf Alternativen angewiesen. Deshalb brauchen wir einen starken und gut ausgebauten ÖPNV zu erschwinglichen Preisen. Jeder ÖPNV-Nutzer ist auch ein Wähler und kann mit seiner Stimme am 31. August entscheiden, ob die jährlichen Preiserhöhungen demnächst ein Ende haben.“ Panter hatte zusammen mit dem Landtagskandidaten Guido Machowski am Morgen vor dem Leipziger Hauptbahnhof über die Positionen der SPD informiert.

Hintergrund:
 Im Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds steigen die Fahrpreise zum 1. August um bis zu 5,6 Prozent an. Der Verkehrsverbund Mittelsachsen erhöht zum 1. August ebenfalls seine Preise, im Durchschnitt zwischen 1,9 Prozent bis 3,8 Prozent. Der Verkehrsverbund Oberelbe wird seine Preise zum 1. November um 3,2 Prozent erhöhen.